..::Insektenstiche beim Hund!::..

Wenn im Spätsommer die Nachttemperaturen deutlich sinken, wird so mancher Hundebesitzer beim frühmorgendlichen Spaziergang durch die Wiesen von einem plötzlichen Jaulen seines Vierbeiners überrascht: Der Hund wurde von einer Wespe oder einer Biene gestochen. Die Insekten sitzen im tiefen Gras, von der Nachtkälte noch leicht benommen und kaum flugfähig. Stöbert sie der Hund mit Nase oder Pfoten auf, reagieren sie auf diesen Angriff mit ihrem Giftstachel. In den meisten Fällen stecken Hunde die Attacke ohne größere Probleme weg, wobei kühlende Umschläge oder ein Eisbeutel auf der Einstichstelle helfen. Hat sich das Tier aber nach etwa einer halben Stunde noch immer nicht beruhigt und zeigt deutliche Krankheitssymptome, ist rasche Hilfe angesagt. "Diese Komplikationen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen", warnt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO .

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Auch Tiere können allergisch reagieren!
Insektengifte bestehen im Wesentlichen aus Proteinen, also aus Eiweißen, auf die nicht nur Menschen, sondern auch Tiere manchmal allergisch reagieren. Beim Hund können sich dann beispielsweise Pusteln und Quaddeln am ganzen Körper bilden, Augenlider, Lefzen und Schleimhäute schwellen an, die Atmung fällt schwer, der Hund wirkt insgesamt apathisch. In einem solchen Fall sollte der Hundebesitzer so schnell wie möglich einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen, da ansonsten das Leben des Vierbeiners akut gefährdet ist. Der Tierarzt behandelt den Hund – je nach Schwere der Symptome – mit entzündungshemmenden Medikamenten wie Antihistaminika oder Cortison. "Anzeichen für einen schweren Schockzustand ist beispielsweise die verlangsamte Füllungszeit der Kapillargefäße", erklärt Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. "Um das festzustellen, drückt man mit dem Finger fest gegen das Zahnfleisch, das unter dem Druck weiß wird. Wenn die Druckstelle nicht sofort nach dem Loslassen wieder ihre normale Farbe erreicht, sondern länger als fünf Sekunden blass bleibt, ist sofortige ärztliche Hilfe nötig."

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Zeigt sich in der Einstichstelle ein kleiner, zuckender Gegenstand, stammt der Stich von einer Biene, die dabei ihre Giftblase zurückgelassen hat. Die Blase sollte man auf keinen Fall mit den Fingern herausziehen, denn dabei wird das Organ zusammengedrückt, und in die Einstichstelle fließt noch mehr Gift. Besser ist es, die Giftblase mit dem Fingernagel abzuhebeln. Ganz besonders kritisch sind Stiche ins Maul, unabhängig davon, ob von Wespe oder Biene. Schwellen die Schleimhäute oder die Zunge stark an und leidet der Hund an Atemnot, ist Erste Hilfe notwendig, sonst kann der Stich zur Erstickung führen.

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Gehen Sie dabei so vor:

. Ziehen Sie die Zunge des Hundes aus dem Maul und überstrecken Sie den Kopf etwas. Oft setzt dabei die Spontanatmung wieder ein.
Führt dies nicht zum Erfolg, muss der Hund beatmet werden. Schließen Sie dazu das Maul des Tieres und umhüllen seine Nase mit einem Taschentuch.
. Blasen Sie nun kräftig in die Nasenlöcher und beobachten dabei den Brustkorb des Tieres. Der muss sich analog zu Ihrer Beatmung ausdehnen. Ist dies nicht der Fall, haben Sie zu kräftig gepustet und die Luft in den Magen statt in die Lungen geblasen.
Fahren Sie mit der Beatmung so lange fort, bis die Spontanatmung des Hundes eingesetzt hat und der Puls (zu finden an der Innenseite eines Hinterlaufs) deutlich fühlbar ist. Bringen Sie dann den Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt.

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